Mit einem herrlich bunten Spektakel beendeten die Suttdorfer am Wochenende die weihnachtliche Besinnlichkeit Nordwaldes . Weg vom Lametta . Hin zum Konfetti. Fantastisch allein schon die Bühnen-Illumination. Gerade so, als wolle man Disneys „Daisy Duck“ zum 80. Geburtstag gratulieren. Großartig die Idee: „Die Piggen sind im Schlagerfieber, drum singen Stars heut‘ ihre Lieder!“

Denn dem Motto angepasst, zog der Super-Elferrat in beispielloser Formation auf. Als Schlagerstars von einst und jetzt. Von Roberto Blanco, über Mickie Krause, Wolfgang Petry, Wenke Myhre, Andreas Gabalier und DJ Ötzi bis hin zum charmanten Abba-Quartett. Toll geschminkt und kostümiert – eingeschmust im Playback-sound großer Schnulzen – stand die KvG-Mehrzweckhalle im Nu auf „Volle Kraft verrückt“.

Dazu passte das charmante Prinzenpaar: Johannes II. und ihre Lieblichkeit Maike I. an der Seite. Karnevalsherz, was willst Du mehr? Die zahlreichen Delegationen befreundeter Karnevalsgesellschaften – darunter die Reckenfelder, die Entruper oder die KG St. Johannes aus dem benachbarten Altenberge – mussten sich da schon Gedanken darüber machen, wie sie das toppen sollten. Aber nicht lange. Denn es gab auch Baustellen.

Zwar begeisterten die rassigen, vielfach prämierten Tänzerinnen der „Roten Husaren“ oder die herrlich tapsigen „ Suttorfer Spatzen“ mit ihren Trainerinnen Irmgard Ross und Barbara Walter. Auch die köstlichen Zwiegespräche der beiden „Schützenbrüder“ Klaus (Iker) und Georg (Zumbusch), oder das Charme-Duo Moni Weischer und Manuela Große Siestrup als „Frau Brech“ und „Frau Reiz“. Nicht zu vergessen die tadellose „Piggen-Band“ unter dem Dirigat von Petra Brumley. Doch um die Stimmung im Saal überschwappen zu lassen, fehlten zu lange echte Schunkelwalzer. Und sicher würde ein „Zerri“ wie dieser großartige Burkhard Dömer im bunten Narrengewand noch mehr hermachen als im Straßenanzug. Schließlich trugen ja selbst Schützenboss Norbert Weber, und erst recht Festkomitee-Präsident Egon Wiening zeitgemäße Narrenkappen.

Auf der Bühne wie im Saal regnete es Orden. Für Nordwaldes Bürgermeisterin Sonja Schemmann, für den ewig strahlenden Pfarrer Ulrich Schulte Eistrup, für die Prinzen-Jubelpaare Reinhard und Margret Berning, sowie für Josef und Renate Höffker und den „Alt-Zeremonienmeister“ Christoph Otte.

Der Spaßfaktor erhöhte sich dann doch noch einmal. Mit der verrückten „Männertanzgruppe“ und ihren nervenstarken Trainerinnen Irmi Ross und Petra Flüchter, sowie mit der schier unglaublichen Tanzgruppe „Saltare“, die auch bei jeder TV-Show hätten prämiiert werden müssen. Und mit dem Finale von Nadine Schröder waren dann auch alle Änderungswünsche passé.

Die St.-Antonius-Schützen und ihr Suttorfer Karneval sind schon echte Asse im münsterländischen Karneval. Auch wenn der geplante Verkauf von Kuckucksuhren (einschließlich zwei Sack Vogelfutter) an die Narren von Altenberge immer ein Witzwunsch bleiben wird.

 

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Text und Fotos WN Dieter Klein