St.-Antonius-Bruderschaft Suttorf feiert Karneval
 
Ein närrisches Märchenland
 
 Das Motto stimmte wie die viel zitierte „Faust aufs Auge“: „Das Piggenland ist anerkannt im Karneval ein Märchenland!“ Stimmt. Stimmt. Stimmt! Schöner, farbiger und furioser geht es kaum. So wurde die große Karnevalsrevue der St.-Antonius-Bruderschaft Suttorf in der KvG-Halle am Sonntag vor einem begeistert mitgehenden Publikum wieder einmal zu einer Riesenshow. Was auch die vielen Karnevalsfreunde aus den umliegenden Orten gerne bestätigten.

Ja, selbst die gepflegt ausgetragene (angebliche) nachbarliche Kabbelei mit Altenberge schien vergessen. Im Gegenteil: Denn deren Karnevalsgesellschaft St. Johannes mit Präsident Andreas Leuker und Vize-Präsident Ralf Scholz mitsamt ihrem Prinzen Stephan und Hofstaat blieb bis zum Schluss. Sie stellten zudem mit den Auftritten ihrer schmucken Garden und den Tanzmariechen sogar einen wesentlichen Teil des ohnehin schon großartigen Programms.

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Noch einmal zum Motto: So stecken die Komitee-Freunde um ihren Präsidenten André Wiening schon seit Jahren ihren Elferrat in ebenso farbenprächtige wie herrlich verrückte Kostüme. Diesmal waren es eben Figuren aus den bekanntesten deutschen Märchen. Nur „Die Schöne und das Biest“ kannten die Grimms zu ihrer Zeit noch nicht. Doch Hänsel und Gretel, Schneewittchen (allerdings mit nur einem Zwerg) und den Froschkönig schon. Die abenteuerliche Truppe anderer Märchen-Helden stellte Zerri Benedikt Flothmann launig vor.

Im Gefolge das Prinzenpaar: Tobias mit der charmanten Prinzessin Karin. Zu ihnen gesellten sich später noch die Jubel-Prinzenpaare Martin und Kathrin Höffker (25) sowie Alfred und Elisabeth Schmitz (40) hinzu und wurden vom begeisterten Publikum ausgiebig gefeiert.

Großen Anteil am närrischen und humorvollen Programm hatten zweifellos dann „Pat und Patachon“ (rein optisch gesehen) – Johannes Brüggemann und Andreas Töns. Zwei grandios schlagfertige Moderatoren. Spritzig präsentierten sie jeden der jecken Akteure des Programms. Darunter die – wie schon erwähnten – hübschen Altenberger Garden, die „Sky Fire“ aus eigenen Reihen oder die wilde Piratenmeute der „Entruper“, die Tanzgruppe „Saltare“ und die närrische „Familie Kintrup“.

In der Bütt ein Ass

Eine Frau in den besten Jahren, dargeboten von Ulla Borgmeier, eröffnete mit einem gelungen Wortbeitrag das Programm und brachte das Publikum sofort in passende Stimmung. Lara Joy Töns, als „Verschmähte Jungfrau“ – in der Bütt ein Ass! „Bei meiner ersten Begegnung mit dem Mann meiner Träume fragte der mich: ‚Stört es Sie, wenn ich rauche?‘. Ich sagte: ,Es würde mich nicht einmal stören, wenn Sie brennen!‘“

Über die heißgeliebte „Piggenband“ auch noch Zeilen zu verlieren, hieß nun wirklich: „Kamelle nach Altenberge werfen“. Wie früher schon setzten sie das musikalische „Sahnehäubchen“ auf diesen Topf köstlicher Unterhaltung.

Quelle WN 5.02.2019